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Stiftung « Archivum Helveto-Polonicum »:
les Polonais en Suisse (Die Polen in der Schweiz)

Stiftungsstatuten

Art. 1

Unter dem Namen Archivum Helveto-Polonicum : Les Polonais en Suisse (ARHELPOL) besteht eine Stiftung im Sinne der Art. 80 ff. ZGB, mit Sitz in Freiburg in Ue.

Art. 2

Die Dauer der Stiftung ist unbestimmt.

Art. 3

Die Stiftung bezweckt in erster Linie die Verwaltung des Dokumentenbestandes, der im Zusammenhang mit polnischen Bürgern, deren Verhältnis zur Schweiz und ihrer Präsenz in der Schweiz steht. Dabei kann sie selbst als Sammler auftreten.
Die Verwaltungstätigkeit beinhaltet:
- die Aufbewahrung des Bestandes
- seine Erweiterung
- die zur Verfügungsstellung der Sammlungsbestände für interessierte Forschende

Art. 4

Das Anfangsvermögen der Stiftung ist von Fr. 1000.-, in Worten tausend Franken. Zusätzlich widmen Ludwika und Jacek Sygnarski (die Stifter) der Stiftung ihre Privatkollektion, s. Liste im Anhang.

Das Stiftungsvermögen kann durch weitere Zuwendungen, Schenkungen und Vermächtnisse jederzeit erhöht werden.

Das Stiftungsvermögen darf zu keinen anderen als zu den in Art. 3 umschriebenen Zwecken verwendet werden.

Die Anlage und Verwaltung des Stiftungsvermögens erfolgt nach kaufmännischen Buchführungsgrundsätzen (Art. 957 ff. OR).

Zur Erreichung des Stiftungszweckes dienen in erster Linie die Erträge des Stiftungsvermögens ; wenn diese nicht ausreichen, kann auch das Stiftungsvermögen selbst in Anspruch genommen werden, unter der Bedingung das es rasch wieder konstituiert wird.

Art. 5

Die Stiftungsorgane sind:
- der Stiftungsrat
- das Komitee

Der Stiftungsrat

Art. 6

Der Stiftungsrat ist das oberste Organ der Stiftung. Der Rat wird erstmals durch die Stifter ernannt.

Der Stiftungsrat besteht aus mindestens sechs aber höchstens fünfzehn Mitgliedern, diese sind:
- die Stifter
- ein Vertreter der Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg
- die anderen Mitglieder werden von den Stiftern ernannt

Nachher ergänzt und erneuert sich der Stiftungsrat per Kooptation.

Die Dauer der Mandate beträgt vier Jahre. Sie können beliebig erneuert werden.

Art. 7

Der Stiftungsrat konstituiert sich selbst. Er befasst sich im Besonderen mit folgenden Aufgabenbereichen:
a) er ist für den guten Betrieb der Stiftung verantwortlich ;
b) er verabschiedet das Budget, und aufgrund der Berichterstattung durch die Kontrollstelle genehmigt er die Jahresrechnung ;
c) er entscheidet über die Kapitalnutzung und die Kapitalerträge ;
d) er stellt den oder die zur Realisierung des Stiftungszweckes erforderlichen Mitarbeiter an ;
e) er ist befugt, über die Organisation und die Verwaltung der Stiftung ein Reglement zu erlassen ;
f) er ist ausserdem befugt, über die zur Realisierung des Stiftungszweckes erforderlichen Massnahmen zu entscheiden ;
g) der Stiftungsrat entscheidet endgültig über alle die Stiftung betreffenden Fragen.

Der Stiftungsrat versammelt sich auf Einladung seines Präsidenten oder auf Verlangen eines seiner Mitglieder so oft es die Geschäfte erfordern, aber mindestens einmal im Jahr.

Der Stiftungsrat fasst seine Beschlüsse mit dem einfachen Mehr der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit liegt der Stichentscheid beim Präsidenten. Zur gültigen Beschlussfassung muss mindestens ein Drittel der Mitglieder anwesend sein.
Beschlüsse können auch auf dem Zirkulationsweg gefasst werden, insofern sämtliche Mitglieder des Stiftungsrates der Prozedur zustimmen. Solche Beschlüsse sind an der nächsten Sitzung in das Protokoll aufzunehmen.

Art. 8

Die Stiftung wird durch den Stiftungsrat nach aussen vertreten. Die rechtsverbindliche Kollektivzeichnung zu zweit führen der Präsident, der Vizepräsident und der Sekretär.

Art. 9

Über die Verhandlungen des Stiftungsrates ist ein Protokoll zu führen, welches durch den Präsidenten und den Sekretär zu unterzeichnen ist.
Der Jahresbericht wird aufgrund der Gesamtheit der Protokolle des Sitzungsrats verfasst.

Das Komitee

Art. 10

Der Stiftungsrat wählt das Komitee bestehend aus einem Präsidenten, einem Vizepräsidenten, einem Sekretär und einem Kassierer für eine Dauer von vier Jahren. Das Komitee bereitet die Stiftungssitzungen vor, führt seine Entscheidungen aus, und führt die laufende Verwaltungsarbeit der Stiftung. Das Komitee ist im Besonderen mit dem Erhalt der Beziehungen und der Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Institutionen (Schutz des Kulturgutes) beauftragt. Die Komiteemitglieder können sich von ihrem Stellvertreter vertreten lassen.

Die Revisionsstelle

Art. 11

Der Stiftungsrat beauftragt eine Revisionsstelle für eine Dauer von ebenfalls vier Jahren. Die Rechnungsrevisoren dürfen nicht Mitglieder des Stiftungsrates sein.

Art. 12

Die Revisionsstelle hat die Jahresrechnung zu prüfen und dem Stiftungsrat einen schriftlichen Bericht zu erstatten.

Art. 13

Die Rechnung der Stiftung ist alljährlich auf den 31. Dezember abzuschliessen, erstmals per 31. Dezember 1997. Der Jahresbericht wird der gesetzlichen Aufsichtsbehörde gemäss Art. 84 ZGB zur Kenntnis gebracht.

Art. 14

Die Stiftung ist der gesetzlichen Aufsichtsbehörde unterstellt und im Handelsregister von Freiburg einzutragen.

Art. 15

Der Stiftungsrat ist befugt, mit der Zustimmung der Aufsichtsbehörde, die Bestimmungen der vorliegenden Stiftungsstatuten jederzeit abzuändern oder zu ergänzen. Der in Art. 3 umschriebene Stiftungszweck darf jedoch durch diese Änderung nicht berührt werden.

Art. 16

Im Falle der Aufhebung der Stiftung (Art. 88 ZGB) entscheidet der letzte Stiftungsrat, dass deren Vermögen und Bestände an die Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg gehen. Die Stiftungsbestände müssen dem Stiftungszweck gemäss verwendet werden.


Bulle, den 27.06.1997